Über 25.000 Kinder hausen auf den schmutzigen Straßen der kongolesischen Millionenstadt Kinshasa, halten sich dort mit Gelegenheitsarbeiten oder Diebstählen irgendwie über Wasser. Und es werden täglich mehr. Auf der Straße gilt das Recht des Stärkeren.

 

  • Gibt es ein Zuhause für die Straßenkinder im Kongo? REDDY schreckt aus dem Schlaf, es ist 5.30 Uhr, Zeit um sich davon zu machen, bevor ihn die Marktfrauen verscheuchen. Frühstück gibt es keines - das Hungergefühl muss er vorläufig unterdrücken. Mit Schuheputzen, Autowaschen, Taschentragen, Betteln usw. versucht er, Geld aufzutreiben und sonst sich Essbares zu nehmen!
  • Ob Reddy gerne zur Schule gehen möchte? Na klar, denn er weiß genau, wenn er jetzt nicht schreiben, lesen oder rechnen lernt, dann hat er auch als Erwachsener keine Chance sich zu ernähren. Kriminalität ist dann oft der einzige Ausweg.
  • Hat Reddy denn keine Eltern mehr? Doch, aber seinen Vater kennt er nicht und seine Mutter hat ihn verprügelt bis sein Arm brach. Sie gibt mir nicht zu essen, sie liebt mich nicht mal, sagt er. So muss er sich auf der Straße allein durchschlagen. Nein, nicht allein, da gibt es noch JOEL, der elternlos von seinem Onkel bedroht und misshandelt wurde.
  • So wie JOEL und REDDY leben weltweit viele Millionen Kinder.  Zum Überleben bilden sie Banden, sie leben vom Betteln, Diebstahl, Prostitution oder kleinen Handlangen. Völlig schutzlos sind sie zu einem Leben in Elend, Krankheit und Kriminalität verurteilt. Es fehlt ihnen an jeglicher emotionaler Geborgenheit und Wärme.